Yin und Yang im Feng Shui

 

Yin und Yang gehören zu Feng Shui wie das Chi oder das Bagua. Mit ihnen lässt sich das Wohnumfeld ausgewogen und harmonisch gestalten. Doch was steckt hinter dem bekannten Symbol und wie kann man die polaren Kräfte konkret für seine eigenen Räume einsetzen?

 

von Barbara C. Tudor

 

Yin und Yang gehören wie der Begriff „Chi“ zu den magischen Begriffen des alten China. Die Yin-Yang-Theorie zählt denn auch zu den ältesten Ordnungssystemen Chinas und entstand wie Feng Shui ganz praktisch aus Naturbeobachtung. Sie ist deshalb grundlegender Baustein von Feng Shui.

 

Die Bedeutung von Yin und Yang

Die Erkenntnisse aus der Naturbeobachtung wurden in der Yin-Yang-Lehre definiert und mit dem heute überall bekannten Symbol dargestellt. Die Kreisform im Symbol steht für die Ganzheit, die sich in zwei Bereiche teilt; einen weissen (Yang) und einen schwarzen (Yin). Helligkeit ist mit Yang verknüpft, dem Himmel, und steht für alles aktive, helle, warme, expandierende und für das nach oben gerichtete. Yin wird mit der Erde, Dunkelheit und Schatten verknüpft und steht für das Ruhende, Dunkle, Kalte und das „In-Sich-Geschlossene“. Das sind die Urenergien, die mit den polaren Kräften Yin und Yang beschrieben werden. Das ist das Grundsätzliche, mit dem sich die Yin-Yang-Lehre befasst.

 

Beide Teile, die getrennt sind und doch zusammen gehören, verkörpern alle Gegensätze im Universum wie zum Beispiel Tag und Nacht, hell und dunkel, heiss und kalt. Die beiden Polaritäten schliessen einander nicht aus, sondern bedingen einander. In jedem ist ein Stück des anderen vorhanden. Dies wird mit den beiden Punkten im Symbol ausgedrückt. Keines ist wichtiger oder besser als das andere. Ohne Yin kein Yang – und umgekehrt. Dunkelheit entsteht durch die Abwesenheit von Licht. Ohne Licht gäbe es keinen Schatten. Das Sprichwort «Wo Licht ist, ist auch Schatten», trifft es genau!

 

Mit Yin und Yang zum harmonischen Wohnen

Bei der Feng Shui Beratung für ein ausgewogenes Wohnumfeld achte ich deshalb nicht nur auf Energiefluss und –qualität und auf die Raumbeschaffenheit, sondern lege auch ein besonderes Augenmerk auf ein harmonisches Verhältnis von Yin und Yang. Denn jede Einseitigkeit stört die Balance, die wir für unser Wohlbefinden so dringend brauchen. Natürlich kommt es immer auch auf den Zweck eines Raumes an und welche Energiequalität dort am besten geeignet ist. Ein Schlafzimmer zum Beispiel soll vor allem Ruhe ausstrahlen, also mit yin-orientierten Elementen gestaltet sein, während ein Arbeitsplatz vorzugsweise yang-orientiert eingerichtet wird.

  • Dunkle Eingangsbereiche offen und hell gestalten, um das Chi und Ihre Besucher einzuladen, einzutreten.
  • Im Büro/Arbeitszimmer eignen sich helle Farben und anregende Formen.
  • Die Küche ist ein ausgesprochener Yang-Ort und „Herz der Wohnung“. Gestalten Sie sie sinnlich und vermeiden Sie Extreme wie z.B. Farbkombinationen Knallrot-Dunkelblau.
  • Gestalten Sie das Wohnzimmer nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Suchen Sie Ruhe und Entspannung nach anstrengenden Arbeitstagen,  ist eine yin-orientierte Gestaltung das Richtige. Suchen Sie zusammen mit Ihren Familienmitgliedern aber den Dialog und die Kommunikation, achten Sie bewusst auf Yang-Aspekte.
  • Verwenden Sie fürs Schlafzimmer weiche, sanfte Formen.
  • Kinderzimmer müssen verschiedenen Bedürfnissen entsprechen; Spielen, Schlafen, Lernen. Hier gilt es, die Yin-Yang-Aspekte sehr geschickt einzubringen und behutsam mit Farben und Formen umzugehen.
Beispiel für einen ausgesprochen yang-geprägten Raum.
Beispiel für einen ausgesprochen yang-geprägten Raum.

Suchen Sie nach Inspirationen bei der harmonischen Gestaltung Ihrer Räume unter Einbezug von Yin und Yang? Ich begleite Sie gerne. Telefon 043 542 55 17, welcome@tudorfengshui.ch